Neues aus der Wohnoase


Die Hausgemeinschaft hält zusammen

Bei feierlichen Anlässen zeigt sich am besten, wie die Wohnoase funktioniert, wie in ihr Beziehungen entstehen und gelebt werden: Die Bewohnerinnen und Bewohner

sitzen mit ihren Angehörigen und den Betreuerinnen zusammen, essen und trinken gut und sind ausgelassen.

 

Heute begeht Frieda ihren 90. Geburtstag. Ihre Tochter Elfi

ist schon seit dem frühen Vormittag dabei, gemeinsam mit der Rotkreuz-Mitarbeiterin Barbara das Leibgericht der Jubilarin zu kochen: gefüllte Kalbsbrust. Nach und nach erscheinen die Mitbewohner und auch die eingeladenen Betreuerinnen –

nämlich alle – im festlich gedeckten Foyer. Frieda ist in elegantes Blau gekleidet und erzählt mir, dass sie sehr gerne hier wohnt: „Es ist wirklich schön hier und immer ist etwas los; und wenn einmal nichts los ist, dann machen wir halt was …“ Dabei blickt sie schelmisch in Richtung ihrer Freundin und Hausgenossin Hermine, die neben ihr sitzt und bekräftigend nickt. Die Festgesellschaft begibt sich nun zu Tisch. Der köstlich

duftende Braten wird aufgeschnitten und von den emsigen Rotkreuz-Damen serviert. Frieda ist eine Genießerin und lässt sich das Mahl sichtlich schmecken. Danach folgt der Höhepunkt: Ein großer Kuchen in Form eines schokoladeüberzogenen 90ers wird gebracht und alle singen kräftig das Happy Birthday. Das Geburtstagskind ist sichtlich gerührt, ebenso ihre Tochter und Schwiegersohn Leo. „Ich bin so froh, dass meine Mutter hier wohnt und ich sie in guten Händen weiß; hier kann sie ihr selbstständiges Leben weiterführen und hat doch ein Sicherheitsnetz um sich“, so Elfi.

 

Genau das ist die Idee der Wohnoase.

0 Kommentare

in der Gruppe kochen macht freude

Einmal in der Woche steht das gemeinsame Zubereiten des Mittagessens auf dem Aktivitätenplan. Wer mag, kann mitmachen und/oder mitessen. Die übrige Zeit versorgen sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnoase selbst; oder beziehen Essen auf Rädern.

 

Natürlich erfordert ein ordentliches Mahl – ob in der eigenen Wohnung oder in der Gemeinschaftsküche im Erdgeschoss zubereitet – auch dementsprechende Zutaten. Darum wird meistens in der Wochenmitte eine organisierte Einkaufsfahrt in diverse Supermärkte unternommen. „Mit meinem Rollator bin ich nicht mehr sehr mobil“, sagt die 91-jährige Hermine, „darum taugt mir das Einkaufen-Fahren mit dem Bus wirklich!“ So kommt jeder zu seinen Gütern des täglichen Bedarfs. Auch die Kochgruppe im Foyer: Spaghetti sind heute geplant. Brigitte, Helga,Praktikantin Kathi, Hausleiterin Esther und Edi fangen an zu werken. Der ehemalige Straßenbahner aus Wien, dessen Sohn in Schwertberg wohnt, ist vor einigen Monaten in die Wohnoase eingezogen: „Meine Frauen haben nie besonders gut kochen können, darum habe ich das immer übernommen“, erzählt er im unverkennbaren Dialekt der Bundeshauptstadt. Edi ist heute hier so etwas wie der Chefkoch, der sich um die Sauce Bolognese kümmert. Helga übernimmt währenddessen die Zubereitung des grünen Salats, den alle gerne als Zuspeise haben … Gemeinsames Kochen ist nicht nur praktisch, sondern fördert eindeutig die Kommunikation! Und so wird nebenbei auch ausgiebig „getratscht“. Gegen halb zwölf kommen die übrigen Bewohner herunter und einem gepflegten Mittagsmahl steht nichts mehr im Wege. Dass es schmeckt, braucht wohl nicht extra betont zu werden.

Gemeinsam aktiv sein

Die Wohnoase ist ein Wohlfühlhaus für Seniorinnen und Senioren. Das betrifft die Architektur des Hauses und das meint – noch viel mehr – die Aktivitäten, die Tag für Tag angeboten werden und die Beziehungen, die daraus erwachsen.

Zusammen fällt sogar so manche Anstrengung leicht …

 

Beim heutigen Gedächtnistraining nehmen Brigitte, Helga und Hermine teil. Katharina, unsere Praktikantin, leitet die drei an. Zuerst gilt es, Zahlenfolgen zu erkennen und weiterzuschreiben. Gemeinsam wird diese Aufgabe mit Bravour gemeistert. Als nächstes eine schöne Aufgabe: Zu bekannten Grimm-Märchen wie Rapunzel, Hänsel und Gretel oder Schneewittchen sollen Begriffe zugeordnet werden. „Hmh, wo gehört das ‚Stroh zu Gold spinnen‘ wohl hin?“ höre ich Helga laut denken. Am Ende gibt’s von Katharina die Auflösung. Mit einem Sprichwörtermemory geht die heutige Einheit zu Ende. Ein paar Tage später finden sich besagte Damen plus Frieda und Edi im Wellness-Bereich ein um den Tag mit einer sanften Gymnastik zu beginnen. „Wir kreisen den rechten Arm ganz sanft rückwärts, ein paar Mal – und dann wechseln wir die Richtung“, spricht und zeigt Esther die Bewegungsabläufe vor. Alle machen das Programm nach ihren Möglichkeiten mit. Als Abschluss werden rote und grüne Säckchen, die mit Reis gefüllt und vernäht sind, übenderweise geschupft. Zuerst jeder für sich, hoch und fangen, und dann kreuz und quer zueinander. Ein turbulentes Umherwerfen beginnt, bei dem alle ihre helle Freude haben. Munter, wohlgelaunt und fit geht die Runde dann auseinander. Bis zum Nachmittag, da wird dann „Mensch ärgere dich nicht“ oder „Rummikub“ gespielt.

Kontakt

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Infos

» Projektpartner

» Downloads

» Impressum

 

Wohnoase Perg

Esther Moser

Dirnbergerstraße 8 · 4320 Perg

info@wohnoase-perg.at

 

Tel. 0 72 62 / 54 444 - 23